Hajo Banzhaf – Die Reise eines Helden

Der Ausnahmeastrologe, Tarotexperte und Numerologe Hajo Banzhaf ist heute, sieben Jahre nach seinem plötzlichen Tod, noch immer Inspiration für viele Menschen. Sein Ansatz ist es, Suchende nicht nur Hilfe bei akuten Problemen zu bieten und einen möglichst raschen Ausgang zu prognostizieren. Er unterstützt sie vielmehr dabei, einen ganz persönlichen Weg, eine Aufgabe im Leben zu entdecken. Oft ist ein großer Teil des Lebens dazu nötig, diesen Sinn überhaupt zu sehen – doch liegt er einmal deutlich vor Augen, so wird bald klar, dass jedes Ereignis nur darauf hinauslaufen konnte.

Hajo Banzhaf kann durch seinen vielfältigen Lebensweg, der ihn erst nach einigen Abstechern zum Ziel gebracht hat, aus eigener Erfahrung sprechen.

Frühe Jahre und Entwicklung

Schon früh zeigte sich Banzhafs Vorliebe dafür, über das allgemein Bekannte hinauszublicken. Für sein Studium der Sprachwissenschaften reiste er nach Frankreich, später schloss er eine universitäre Ausbildung im Fachbereich der Philosophie in Münster an. Hajo Banzhaf selbst hat eine Laufbahn der Abwechslungen erlebt. Denn nach Abschluss seiner Studien war er zwölf Jahre lang in einer Privatbank in München tätig. Scheinbar hat solch eine Karriere wenig mit Esoterik, Psychologie oder Astrologie zu tun. Doch für Banzhaf war sie ein wesentlicher Entwicklungsschritt. Das Bankgeschäft hat ihm Bodenhaftung und Konzentration verliehen, die ihm in seiner Arbeit mit Karten, Astrologie und Numerologie stets wichtig blieben.

Vom Bankangestellten zum inspirierenden Esoteriker

Der Umbruch kam für Hajo Banzhaf im Jahr 1985. Von diesem Zeitpunkt an war er als Astrologe, Leiter von Seminaren und Buchautor tätig. Er vertrat stets die Einstellung, mit seiner Arbeit auch psychologische Hilfeleistung geben zu wollen, den Menschen mehr zu bieten als nur eine rasche Lösung akut anstehender Probleme. Von 1992 bis 2000 engagierte sich der Ausnahmeesoteriker selbst als Herausgeber im Hugendubel-Verlag. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte Theler, mit der ihn eine intensive Zusammenarbeit in München verband, gründete er im Jahr 2003 „Tarot e. V.“. Dieser Tarotverband für den gesamten deutschsprachigen Raum bietet heute noch Wissensvermittlung und Inspiration für seine Mitglieder und alle Interessierten.

Wichtige Veröffentlichungen
In Summe verfasste Hajo Banzhaf 21 Bücher zu den Themen Astrologie, Tarot und Numerologie, hier eine Auswahl:

  • „Arbeitsbuch zum Tarot“ – übersetzt in 20 Sprachen
  • „Schlüsselworte zum Tarot“
  • „Symbolik und Bedeutung der Zahlen“
  • „Zwischen Himmel und Erde“

Er beschäftigte sich mit den Gemeinsamkeiten und Verbindungen der verschiedenen Disziplinen und veröffentlichte seine Erkenntnisse in Werken wie „Die vier Elemente in Astrologie und Tarot“.

Die Reise des Helden
Angelehnt an die alten Heldensagen hat Hajo Banzhaf sein persönliches Konzept für den Umgang mit Hilfesuchenden entwickelt. Sein Anliegen war es, ein umfassendes Bild zu zeichnen, einen Sinn und ein Ziel hinter allem erkennbar zu machen.
Jeder Lebensschritt, jedes Ereignis ob angenehm oder schwer, jeder Gewinn und jeder Verlust, so der Grundgedanke des Astrologen, Tarotkenners und Numerologen, führt schließlich zu der wichtigsten Erkenntnis: der Einsicht in die ureigenste Lebensaufgabe. In manchen Fällen ist es das Erkennen selbst, das den individuellen Helden oder die Heldin ans Ziel führt, dann wieder sind wesentliche Lebensumstellungen nötig, um die Reise zu einem sinnvollen Abschluss zu führen.

Erkenntnisse beruhen auf persönlicher Erfahrung

Hajo Banzhaf ist kein Theoretiker: Seine Einsichten hat er in seinem eigenen Leben erhalten. Hätte er nicht den Umweg über das Bankgeschäft eingeschlagen, er wäre vielleicht nur einer von vielen Astrologen geworden. Durch seine intensive Erfahrung in einem Sektor, der sehr strikten Regeln folgt, konnte er jedoch eine besondere Bodenhaftung gewinnen und ausgesprochen strukturiert vorgehen. Diese Eigenschaften kamen Besuchern seiner Seminare, seinen Lesern und Leserinnen und TeilnehmerInnen an Ausbildungen zugute. Denn Hajo vermittelte Wissen und Einstellung klar verständlich und mit unvergleichlichem Charme. Kein Wunder, dass es mehr als sieben Jahre nach seinem Tod vielen so erscheint, als wäre der charismatische Esoteriker auch heute noch in seinen Büchern und Aufzeichnungen persönlich anwesend.

Hajo Banzhaf verstarb am 11. Februar 2007 im 60. Lebensjahr unerwartet an einer Lungenembolie.

Hier finden Sie eine Kondolenz Seite.

Weisheit aus den Sternen und Tarotkarten

Schon unsere Vorfahren vor vielen hundert, vielleicht sogar Tausenden von Jahren zogen zwei Systeme intensiv heran, wenn es darum ging, die Zukunft zu deuten oder Antworten auf drängende Fragen des täglichen Lebens sowie einen Sinn hinter allem zu finden. Auch heute noch helfen Astrologie und Tarotkarten dabei, Menschen in allen Lebenslagen Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Sie illustrieren sowohl die Bedeutung des eigenen Lebens – die „Reise des Helden„, so Hajo Banzhaf -, als auch mögliche Veränderungsoptionen und geben Hinweise auf zukünftiges Geschehen, wie z.B. in der Liebe.

Tarot & Astrologie
Tarot & Astrologie

Tarotkarten – kleine und große Arkana

Jede Karte im Tarotdeck, das aus 78 Symbol- und Bildkarten besteht, besticht durch eine Vielzahl an Deutungsmöglichkeiten. 22 dieser Karten sind Trümpfe, im Tarot tragen sie den Namen „große Arkana„, sie sind also Träger der „großen Geheimnisse“. Die restlichen 56 Karten gehören zu den „kleinen Arkana„. Jedoch könnte diese Unterscheidung in die Irre führen, denn jede Tarotkarte bietet für sich eine Fülle an Möglichkeiten für eine Interpretation. Der erfahrene Kartenleser lässt sich auf die Vielzahl an Symbolen auf jedem einzelnen Arkanum ein und erfühlt die individuelle Aussage für den einzigartigen Menschen, der Hilfe sucht.

Tarot als Unterstützung der Intuition

Bei der Kunst des Kartenlesens geht es nicht darum, Deutungen möglichst genau auswendig zu kennen und diese dann vor sich herzusagen. Die farbenprächtigen, aufwändigen Gestaltungen regen vielmehr den Geist dazu an, das Nichtsichtbare zu erkennen. Der erfahrene Kartenleger wird sich meist in eine leichte Trance begeben, in der ihm Informationen zugänglich werden, die dem Alltagsbewusstsein verschlossen bleiben. Daraus erklärt es sich, dass einzelne Karten im individuellen Setting manchmal erstaunliche Deutungen erfahren, die so in keinem Buch und in keiner Tarotschule zu finden sind.

Hilfe auf der Reise durch das Leben
Hajo Banzhaf bezeichnet die Lebensreise des einzelnen Menschen als „Reise des Helden“ und bezieht sich damit auf viele Heldenmythen, die alle eines gemeinsam haben: Sie deuten auf die Erfüllung einer großen Lebensaufgabe hin. Es ist nie einfach, diese von Anfang an klar zu erkennen, oft scheint sich der Sinn des individuellen Lebens „unterwegs“ zu verändern. Doch schließlich wird klar, was die einzigartige Aufgabe eines Menschen ist. Ob er daran scheitert oder das Ziel erreicht, hängt oft davon ab, ob die Person im Zuge ihrer Reise in Erfahrung bringen kann, worum es in ihrem Leben eigentlich geht. Die Tarotkarten können bei dieser Frage eine wertvolle Hilfestellung geben und auf dem Weg beratend und begleitend wirken.

Die reiche Welt der Tarotdecks

Auch wenn sehr oft das Rider-Waite-Deck für Deutungen herangezogen wird, ist spätestens beim Besuch eines einschlägigen Ladens klar, dass dieses nur eine von vielen Möglichkeiten darstellt. Es finden sich aufwändig gestaltete Natur-, Krafttier-, Elfen- und Engeltarotkarten zwischen vielen unterschiedlichen weiteren Deutungssystemen. In der Literatur gehen bekannte Autoren wie Hajo Banzhaf jedoch meist vorwiegend auf die „Klassiker“ – das Rider-Waite-Deck und das Marseille-Tarot – ein.

Rider-Waite-Deck
Arthur Edward Waite schuf gemeinsam mit Pamela Colman Smith, einer amerikanischen Künstlerin, dieses farbenfrohe Deck und veröffentlichte es 1910. „Rider & Son“ hieß der Verlag, der das heute ausgesprochen bekannte Deck herausbrachte. Bei den Karten stehen bestimmte Farben im Vordergrund, sie zeigen relativ wenige Nuancen, was bei der Deutung eine Konzentration auf das Wesentliche möglich macht.
Die Zahlenkarten sind mit szenischen Illustrationen ausgestattet, dadurch wird es einfacher, sie intuitiv zu nutzen. Viele andere Maler haben dieses Deck nachgeahmt, indem sie es mit anderen künstlerischen Mitteln – ohne jedoch neue Darstellungen zu verwenden – neu aufgelegt haben. Es existiert sogar ein Gummibärchen-Tarot, bei dem Personen durch Bilder von Gummibärchen ersetzt wurden. Ob ein solches Deck für seriöse Arbeit mit Tarotkarten zum Einsatz kommt, bleibt dahingestellt.

Marseille-Tarot
Dieses sehr einfach gestaltete Deck stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und ist somit wesentlich älter als die Ausführung von Waite und Smith. Heutige Darstellungen gehen auf eine Neuauflage mit ähnlichen Illustrationen aus einer Marseiller Kartenmanufaktur zurück.
Die Farbgebung ist einfach und nuancenlos, denn die Bilder sind von Holzstichen übernommen. Die Künstler haben diese mit klarem Blau, Gelb, Rot und Grün „ausgemalt“. Manche Kartenleger interpretieren in diese Farben die vier wichtigsten Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Auf diese Weise erhalten die Karten für die Deutung einen größeren Spielraum, der facettenreicheren Darstellungen fehlen kann.
Besonders einfach sind die kleinen Arkana gestaltet, sie ähneln Spielkarten und zeigen die entsprechende Anzahl der jeweiligen Symbole (etwa drei Schwerter).

Weitere Tarotkarten-Decks
Sehr oft verwenden Tarotleger das Crowley-Tarot, auch Thoth-Tarot genannt. Diese zum Teil mit ägyptischer Symbolik versehenen Kunstwerke gehen auf die 40er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts zurück. Daraus entwickelten sich später Abwandlungen wie das Haindl-Tarot oder der Liber-T-Tarot.
Die unendliche Vielfalt unterschiedlicher Darstellungen verleitet dazu, regelmäßig die Karten zu wechseln. Ein erfahrener Kartenleger wird jedoch in der Regel stets mit einem – eventuell auch mit zwei oder maximal drei – Decks arbeiten. Die persönliche Intuition ist bereits auf bestimmte Karten geschult und erhält daraus vielfältige Anregungen für die aktuelle Fragestellung.

Legesysteme mit Tarotkarten

Noch umfangreicher als die Gestaltung der Kartendecks sind die Möglichkeiten an Mustern, die Tarot-Experten für Deutungszwecke heranziehen. Am einfachsten ist es natürlich, für eine bestimmte Frage rasch eine Karte zu ziehen und sich Inspiration für deren Lösung zu holen. Komplexere Legesysteme geben jedoch wesentlich mehr Informationen preis, lassen Deutungen über Entwicklungsverläufe, Zukünftiges und handelnde Personen zu.

Drei Karten legen
Der Klassiker: Drei Karten liegen in einer Reihe, davon steht die mittlere für die Gegenwart, die linke für die Vergangenheit und die rechte für die Zukunft. Diese Anordnung zeigt, welche Ausgangsbedingungen zum momentanen Zustand geführt haben und wie sich dieser entwickeln kann, wenn die handelnde Person keine Veränderungen vornimmt.
Als Alternative ist es möglich, den Karten beliebige andere Bedeutungen zuzusprechen. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, sollte der Kartenleger sich vor Beginn über diese im Klaren sein.

Das keltische Kreuz
Ebenfalls sehr bekannt, wenngleich wesentlich komplexer als die „drei Karten“, ist das keltische Kreuz. Der Kartenleger oder der Besucher/die Besucherin legt zehn Karten aus, von denen jede eine bestimmte Bedeutung hat. Auch diese können variieren, sollten jedoch vor Beginn festgelegt sein.
Ein Legesystem mit zehn Karten bietet vielfältige Deutungen, bei denen es möglich ist, andere Personen, die Umwelt, zukünftige und vergangene Entwicklungen – ja sogar Persönlichkeitsanteile der hilfesuchenden Person zu betrachten.

Kompass und Kreuz
Mit konkreten Entscheidungsfragen befassen sich diese relativ einfachen Systeme mit vier Karten (und eventuell einer fünften, die die Gesamtsituation beschreibt). Hier kann eine der Karten etwa für die Frage, eine andere für empfohlene Handlungsweisen und eine weitere für ungünstige Aktionen stehen. Meist ist ein Blick in die Zukunft mit dabei. Die „Quintessenzkarte“ zeigt die Gesamtpersönlichkeit oder die größere Bedeutung der aktuellen Situation.

Es ist in der Regel sinnvoll, für unterschiedliche Fragestellungen spezielle Legesysteme zu verwenden. Jedoch ist es auch möglich, die Bedeutung der einzelnen Karten im gleichbleibenden System so zu definieren, dass sie perfekt zur aktuellen Situation der Klientin oder des Klienten passt.

Astrologie und Horoskope

Mindestens genauso lange wie Menschen mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Karten, Steinen oder Knochen Ansätze für sinnvolle Lösungen suchen, beschäftigen sie sich mit der Deutung von Stern- und Planetenkonstellationen. Diese verändern sich fortwährend, meisterhafte Astrologen können aufgrund von Geburtskonstellationen, dem Zusammenspiel der Himmelskörper zu bestimmten Zeitpunkten in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft sehr klare Aussagen treffen.

Klassische astrologische Deutungen

Im Geburtshoroskop finden sich die Anlagen, die eine Persönlichkeit auf diese Erde mitbringt. Es zeigt gewisse Entwicklungen und Talente und kann bereits Schlüsse auf einen ungefähren Verlauf des individuellen Werdegangs zulassen. Die Stellung von Sternen und Planeten zueinander verändert sich permanent, daher können sich auch Entwicklungen verändern. Der Ausgangspunkt bei der Geburt kann jedoch stets wertvolle Hinweise bieten.

Tageshoroskop – punktgenau in der Aussage

Die aktuellste Deutung der Sterne bietet das Tageshoroskop. Es zeigt genau, wie Himmelskörper am jeweiligen Tag zueinander stehen. Dies in Bezug zum persönlichen Ausgangspunkt gebracht – diesen stellt der Geburtszeitpunkt dar – lässt sehr exakte Aussagen zu, welche Möglichkeiten ein bestimmter Tag bringt und welche Aktivitäten besser mit Vorsicht zu erwägen sind.

Das Tageshoroskop kann eine echte Hilfe bei wichtigen Entscheidungen oder für die Wahl von Terminen für wichtige Ereignisse bieten. Es zeigt etwa gute Zeitpunkte für Hochzeiten, Taufen oder Firmengründungen an.

Astrologie und Tarotkarten erweisen sich damals wie heute als wertvolle Lebenshilfen, zeigen interessante Alternativen auf und machen uns auf Änderungen aufmerksam, die nötig sind, um unsere persönliche Heldenreise erfolgreich zu bewältigen. Die Deutung durch einen Fachmann gibt Klarheit und Sicherheit für den momentanen Lebensweg und hilft, Entwicklungen und Einflüsse selbstständig zu steuern.