Was ist Tarot?

Tarot ist ein beliebtes Kartenspiel, dem wahrsagerische Fähigkeiten nachgesagt werden. Wer sich mit diesem Kartenspiel beschäftigt, ist mit einiger Übung schon bald in der Lage, seinen Seelenzustand zu erkennen und in die Tiefen des eigenen Unterbewusstseins zu gelangen.

Tarot
Tarot & Astrologie

Wo genau der Ursprung des Tarots liegt, ist bis heute nicht ganz geklärt. Allerdings gibt es zahlreiche Spekulationen. Bereits im siebten Jahrhundert sollen Chinesen Spielkarten erfunden haben. Ende des 14. Jahrhunderts taucht in einem italienischen Rechnungsbuch eine Zahlung für „drei vergoldete und verzierte Kartenspiele“ auf. Allerdings wollen Wissenschaftler inzwischen herausgefunden haben, dass es sich dabei nicht wie angenommen um Tarotkarten handelt. Belegt werden hingegen kann ein Mailänder Tarot-Spiel, das im 15. Jahrhundert von dem Herzog Filipo Maria Visconti in Auftrag gegeben wurde. Noch heute sind einige der Karten erhalten, sodass das „Visconti-Sforza-Tarot“ als das älteste bekannte Tarot gilt. Ebenfalls aus diesem Jahrhundert stammt mit „Sola Busca Tarot“ das erste vollständig bebilderte Kartenspiel.

Kirche als Gegner des Tarots

Wie so oft im Mittelalter mischte sich auch hier die Kirche ein. So gibt es Manuskript eines Franziskanermönchs aus Umbrien, der sich um etwa 1500 über das Kartenspiel aufregt und vor den „Trümpfen“ warnt. Eine weitere Verbreitung des Kartenspiels konnte aber auch sie nicht verhindern.
Inzwischen geht man davon aus, dass gegen Ende des Mittelalters bereits alle 22 großen Arkana vorhanden waren. Eine besondere Kennzeichnung oder Nummerierung gab es nicht, sodass anzunehmen ist, dass die richtige Reihenfolge für damalige Anwender selbstverständlich war. Auch die Symbolik der kleinen Arkana und Hofkarten war teilweise eine andere. So gab es statt Stäben, Schwertern oder Kelchen vielmehr Tiermotive wie Löwen, Papageien, Affen oder Pfauen.

Marseiller Tarot

Bis heute prägend ist das „Marseiller Tarot“. Es wurde im 18. Jahrhundert von Nicolas Conver gemalt und zeigt die bis heute übliche Reihenfolge der Karten. Der bekannte Freimaurer Antoine Court de Gébelin nutzte das Kartenspiel in seiner Loge. Er hatte es zuvor in einem Pariser Salon kennengelernt. Der Freimaurer beschäftigte sich intensiv mit den 22 Karten der großen Arkana und glaubte, der Ursprung des Tarots läge in Ägypten. Aus dieser Zeit sei das geheime Wissen der Ägypter in Form einer symbolischen Sprache weitergegeben worden. Selbst die 22 Trumpfkarten würden mit dem hebräischen Alphabet übereinstimmen. Auch wenn diese These widerlegt werden konnte, so gilt Court de Gébelin doch als Begründer des esoterischen Tarot.
Ob Spiel oder Wahrsagerei, ist manchmal nicht leicht zu unterscheiden. Bereits in der Antike kamen Orakel, Runenstäbe oder Würfel als Entscheidungshilfe und Wegweiser zum Einsatz.

Wahrsagerei

Immer wieder haben es Menschen in den letzten Jahrhunderten geschafft, zu bedeutenden Wahrsagern aufzusteigen. Als eine der bedeutendsten Seherinnen gilt sicherlich Marie-Anne Lenormand. Sie stammte aus einer Kaufmannsfamilie und wurde in einer Klosterschule erzogen. Sie war ein vielseitiges Mädchen, das sich schon bald mit dem Wahrsagen beschäftigte. Als sie 1781 richtig voraussagte, dass die Äbtissin abgesetzt wird, verwies man sie der Schule. 1793 machte sie sich zusammen mit einer anderen Wahrsagerin im Bereich der Hellseherei selbstständig. Bereits vier Jahre später war sie angesehen, genoss einen sehr guten Ruf und letztlich zählte sie die französische Kaiserin sowie den Kaiser von Russland zu ihren Kunden. Neben Astrologie und Kabbala nutzte sie für ihre Arbeit auch die Tarot-Karten.
Im 19. Jahrhundert wurde von Jean-Baptiste Pitois (auch bekannt als Paul Christian) ein Buch mit dem Titel „Histoire de la Magie“ veröffentlicht. Er führte den Begriff „Arkana“ ein und nummerierte die Karten. Alphonse Louis Constant, ein ehemaliger katholischer Priester und Anhänger des Freimaurers Court de Gébelin, glaubte auch an das uralte Wissen in den Tarotkarten. Er veröffentlichte mehrere Bücher über Magie und Mystik und bestand auf eine richtige Reihenfolge der Trümpfe. Diese Diskussion hält übrigens bis heute an.

Hajo Banzhaf – das Tarot Orakel

Tarot & Kartenlegen nach Hajo Banzhaf: Einer der wichtigsten Einflüsse für das Tarot in Deutschland aber auch weltweit ist Hajo Banzhaf Tarot und Astrologie. Auch online Tarot wurde von Hajo Banzhaf salonfähig mit seiner Seite Tarot de gemacht. Empfehlenswert ist bis heute das von ihm geschriebene Tarotbuch.